Dienstag, 14.04.2026 05:43 Uhr

Hilfe für Frauen in der Prostitution

Verantwortlicher Autor: Princess Elfi Singer Echterdingen, 11.04.2026, 20:42 Uhr
Presse-Ressort von: Prinzessin Elfi Singer Bericht 1505x gelesen
Echt entfremdet
Echt entfremdet  Bild: Princess Elfi

Echterdingen [ENA] Frauenunion informiert sich im Landkreis Esslingen Esslingen am Neckar – Auf Einladung des Kreistdiakonieverband Landkreis Esslingen informierten sich Vertreterinnen der Frauenunion über die Situation von Menschen in der Prostitutionim Landkreis Esslingen sowie über bestehende Hilfsangebote.

Der Landkreis Esslingen zählt aufgrund seiner wirtschaftlichen Struktur mit Messeanbindung und der Nähe zum Flughafen zu den Regionen, in denen Prostitution vergleichsweise stark vertreten ist. Hinter diesem Gewerbe stehen jedoch häufig schwierige persönliche Lebensumstände. Viele Betroffene stammen aus wirtschaftlich benachteiligten Herkunftsländern und gelangen unter falschen Versprechungen nach Deutschland. Statt der erhofften Perspektive erwartet sie oftmals ein Alltag geprägt von Abhängigkeit, sozialer Isolation sowie physischer und psychischer Belastung. Im Rahmen der Veranstaltung wurde insbesondere die Arbeit der Beratungsstelle RAHAB Beratungsstelle Esslingen vorgestellt.

Diese richtet sich gezielt an Menschen in der Prostitution und bietet niedrigschwellige Hilfe durch aufsuchende Streetwork. Die Beratung erfolgt anonym, kostenfrei und basiert auf einem akzeptierenden sowie wertfreien Ansatz. Neben individueller Beratung umfasst das Angebot auch Begleitung und Unterstützung bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven. Die Vertreterinnen der Frauenunion zeigten sich beeindruckt von der wichtigen Arbeit der Einrichtung, die einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung besonders vulnerabler Personengruppen leistet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Hilfsangebote auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen sind.

Insbesondere werden derzeit Arbeitgeber gesucht, die bereit sind, betroffenen Frauen eine Tätigkeit im Rahmen eines Minijobs zu ermöglichen. Ebenso besteht Bedarf an vorurteilsfreien Vermieterinnen und Vermietern sowie an finanzieller Unterstützung in Form von Spenden. Für diese können entsprechende Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. „Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, nicht wegzusehen, sondern aktiv zu helfen und Perspektiven zu schaffen“, betonten die Teilnehmerinnen abschließend. Interessierte, die die Arbeit der Beratungsstelle unterstützen möchten, können über die Frauenunion oder direkt über die zuständigen Stellen Kontakt aufnehmen.

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