Sonntag, 29.03.2020 10:37 Uhr

Industrie setzt auf Recycling u.Klimaschutz mit Kunststoff

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Berlin, 07.02.2020, 19:09 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 5421x gelesen
Pet Sortierung/Recycling
Pet Sortierung/Recycling  Bild: (c) IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen

Berlin [ENA] Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. vertritt als Branchenverband die Interessen der Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland und Europa. Sie kritisiert die in Berlin vorgestellten Forderungen einiger Verbände...

...unter Führung der Heinrich-Böll- Stiftung als kontraproduktiv. “Während die Hersteller von Kunststoffverpackungen in Deutschland mit Hochdruck für eine stärkere Kreis- laufwirtschaft arbeiten, sind einige Lobby-Gruppen leider beim ‘Plastik-Bashing’ stehen geblieben”, kritisiert IK Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann. “Die Politik hat in den letzten Monaten ehrgeizige Ziele für Kunststoffverpackungen in der Kreislaufwirtschaft gesetzt.

Mittelständische Unternehmen brauchen Planungssicherheit

Wenn nun ständig weiter an der Forderungsspirale gedreht wird, fehlt insbesondere den mittelständischen Unternehmen die Planungssicherheit für dringend not- wendige Investitionen in besser recyclingfähige Verpackungen und einen höheren Rezyklateinsatz. Damit wird der Kreislaufwirtschaft ein Bärendienst erwiesen”, so Engelmann. Wer die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in Sachen Klimaschutz meistern wolle, dürfe Kunststoffverpackungen nicht von der Kreislaufwirtschaft aus- schließen. Die Branche steht im konstruktiven Austausch mit verschiedenen Umweltverbänden und setzt auf einen faktenbasierten Dialog.

Gesetzlicher Rahmen für eine stärkere Kreislaufwirtschaft

“Dazu erklärte Mara Hancker, Presseverantwortliche IK Industrievereinigungen Kunststoffverpackungen e.V.: Bundesverband für Kunststoffverpackungen und Folien: “Die Industrie hat die Probleme mittlerweile selbst offen adressiert. Die jüngst vorgestellte “Global Plastics Flow Studie” zeigt detailliert, wo und wie viel Kunststoff in die Umwelt gelangt. Die Ergebnisse dokumentieren, den weltweiten Handlungsdruck auf Politik, Industrie, Handel und Verbraucher.” Die deutschen Hersteller haben sich selbst ambitionierte Recycling-Ziele bis 2025 gesetzt. “Der entlang der gesamten Wertschöpfungskette ‘Leit- faden Eco Design von Kunststoffverpackungen’ soll zum zukünftigen Standardrepertoire der Verpackungsentwicklung werden.

Wenige Kunststoffverpackungen irregulär in die Umwelt

Mit diesem Maßnahmenbündel wollen wir erreichen, dass mindestens 90 % aller Haushaltsverpackungen aus Kunststoff vollständig recyclingfähig sind. Schon heute sind es bereits 75 %”, erläutert Engelmann. Das Ziel, mindestens eine Million Tonnen Rezyklate für die Herstellung von Kunststoffverpackungen zu nutzen, solle dazu beitragen, die Nachfrage nach Recycling-Material zu stärken. Gleichzeitig wolle man erreichen, dass Kunststoffverpackungen nicht länger irregulär in die Umwelt gelangen, sondern verwertet werden. Kunststoffe schützen Produkte und leisten mit ihren sehr speziellen Eigenschaften einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

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